Pittsburgh hat geliefert. Drei Tage, sieben Runden, 257 Picks und mehr Überraschungen, Emotionen und Strategiegespräche als in den letzten fünf Drafts zusammen. Der NFL Draft 2026 ist vollständig abgeschlossen und das Bild für die kommende NFL Saison 2026 wird klarer. Welche Teams haben klug eingekauft? Wer hat sich vertan? Welcher Rookie trägt die grösste Hoffnung? Und was passiert zwischen jetzt und dem Saisonstart? Hier ist die vollständige Analyse aller sieben Runden des NFL Drafts 2026 inklusive Ausblick auf die NFL Offseason 2026.
Das historische Comeback von Pittsburgh als Draft-Stadt
Der NFL Draft 2026 fand zum ersten Mal seit 1948 wieder in Pittsburgh statt , was der Veranstaltung eine besondere historische Aura verlieh. Die Steel City, Heimat der Pittsburgh Steelers und einer der leidenschaftlichsten Football-Fangemeinden Nordamerikas, bot eine einzigartige Atmosphäre rund um das Acrisure Stadium und den Point State Park. Pittsburgh stellte dabei einen neuen Besucherrekord für den ersten Draft-Tag auf. Es war eine würdige Kulisse für eine der spektakulärsten ersten Runden der jüngeren NFL-Geschichte.
Das Erwartete: Fernando Mendoza geht als Pick 1 an die Raiders
Der einzige Pick des gesamten Drafts, über den keine einzige Sekunde gestritten wurde: Die Las Vegas Raiders wählten Indiana Quarterback Fernando Mendoza als ersten Gesamtpick. Es gab keine Dramaturgie, keine Last-Minute-Gerüchte, kein Zittern. Neuer Cheftrainer Klint Kubiak hat seinen Quarterback der Zukunft. Mendoza gewann den Heisman Trophy, den Manning Award und führte Indiana zu einem ungeschlagenen 16:0 National Championship Titel. Er vervollständigte 72 Prozent aller Pässe bei 41 Touchdown-Pässen und sechs Interceptions. Die Raiders, die in der vergangenen Saison das zweitschlechteste Offensiv-Team der gesamten Liga waren, beginnen mit diesem Pick eine neue Ära. Draft-Note aller grossen Analysten: A.
Die grösste Überraschung der ersten Runde: Ty Simpson an Pick 13
Niemand hatte das auf dem Zettel. Die Los Angeles Rams wählten Alabama Quarterback Ty Simpson mit Pick 13. Simpson stand auf dem Consensus Big Board auf Platz 38, nicht einmal ansatzweise in der Nähe eines Top-15-Picks. Gerüchte hatten ihn gegen Ende der ersten Runde fallen lassen, doch dass er so früh ausgewählt werden würde, schockte die gesamte NFL Welt. Die Interpretation ist eindeutig: Die Rams, die mit Matthew Stafford noch mindestens eine bis zwei Saisons planen, sichern sich ihren Quarterback der Post-Stafford-Ära. Simpson hatte in der ersten Hälfte der Saison 2025 brilliert, in der zweiten Hälfte aber Schwächen gezeigt. Yahoo Sports vergab ein F für diesen Pick. PFF-Analysten sehen es differenzierter und loben das Entwicklungsumfeld unter Sean McVay als ideal für einen Entwicklungs-Quarterback.
Ohio State dominiert die erste Runde wie noch nie zuvor
Carnell Tate an Pick 4, Arvell Reese an Pick 5, Sonny Styles an Pick 7 und Caleb Downs an Pick 11: Ohio State stellte vier der ersten elf Picks des NFL Drafts 2026. Eine Dominanz einer einzelnen Universität in dieser Form ist in der Geschichte des NFL Drafts beispiellos. Die Buckeyes haben mit ihrem nationalen Championship-Titel in der Saison 2025 nicht nur Football gewonnen, sondern auch die NFL Franchise-Planung der kommenden Jahre massgeblich beeinflusst. Tate überraschte an vierter Stelle bei den Tennessee Titans, wo die meisten Experten entweder einen Offensive Lineman oder einen Defensivspieler erwartet hatten. Tate wäre von Tag eins an Titans Quarterback Cam Wards bevorzugter NFL Rookie Receiver, was den Pick sportlich klar macht, auch wenn die Positionierung die Community überraschte.
Jeremiyah Love an Pick 3: Historisch und umstritten zugleich
Jeremiyah Love war der erste Running Back in den Top 3 seit Trent Richardson, den die Cleveland Browns 2012 an dritter Stelle gewählt hatten, und der höchstgedraftete Running Back seit Saquon Barkley (Pick 2, New York Giants 2018). Die Arizona Cardinals wählten Love mit dem dritten Pick und sorgten damit für eine historische Entscheidung. Kritiker verglichen den Pick sofort mit den Las Vegas Raiders im Jahr zuvor, die mit Ashton Jeanty an zweiter Stelle ebenfalls auf einen Running Back gesetzt hatten und danach eine der schlechtesten Saisons der Franchise-Geschichte erlebt hatten. Die Cardinals haben mit Jacoby Brissett keinen langfristigen Franchise-Quarterback, was die Frage aufwirft, wie Love sein volles Potenzial in der NFL Saison 2026 entfalten soll. In Runde 3 wählten die Cardinals dann noch Miami Quarterback Carson Beck an Pick 65 als erhofften Franchise-QB der Zukunft. Draft-Note: C+ von CBS Sports.
Kayden McDonald: Die emotionalste Geschichte des Drafts
Nicht alle Geschichten des NFL Drafts 2026 spielten sich in der ersten Runde ab. Kayden McDonald, der Ohio State Defensive Tackle, wartete lange in der Green Room, während die erste Runde ohne seinen Namen endete. Der emotionale Moment kam schliesslich am zweiten Tag, als die Houston Texans ihn mit dem vierten Pick der zweiten Runde an 36. Gesamtstelle auswählten. CBS Sports bezeichnete den McDonald-Pick als einen der besten des gesamten Drafts. Als perfekter Run-Stopper ergänzt er eine bereits jetzt aussergewöhnliche Texans-Defense um Will Anderson Jr. und Danielle Hunter. Der lange Moment in der Green Room hatte McDonald sichtlich mitgenommen, doch die Erleichterung und Freude bei seiner Auswahl war für alle Zuschauer spürbar. Es war der menschlichste Moment eines langen Draft-Wochenendes.
Die grössten Steals des gesamten NFL Drafts 2026
Drei Picks stechen bei der Analyse als absolute Wert-Picks heraus.
Dillon Thieneman an Pick 25 zu den Chicago Bears ist laut Newsweek und PFF der grösste Steal der gesamten ersten Runde. Hätten die Bears Thieneman an Pick 15 genommen, wäre es als solider Pick bewertet worden. An Pick 25 ist es möglicherweise der Wert des Jahrzehnts. Der Oregon Safety kann als Center Fielder in der Tiefen Defense agieren, ist aber flexibel genug für den Box-Einsatz als Run Defender.
Rueben Bain Jr. an Pick 15 zu den Tampa Bay Buccaneers wurde von PFF als einer der grössten Steals der ersten Runde bezeichnet. Bain war laut PFF die dominanteste Kraft im College Football der vergangenen Saison. Sein Fall bis auf Pick 15 war ausschliesslich auf seine kurzen Arme zurückzuführen. Aus Bains eigenem Mund war die Enttäuschung über den Fall spürbar, obwohl er sportlich in Tampa Bay eine hervorragende Umgebung vorfindet. Der Fall könnte ihn bis zu 10 Millionen Dollar an garantiertem Gehalt gekostet haben.
Caleb Downs an Pick 11 zu den Dallas Cowboys gilt ebenfalls als Steal. Die Cowboys gaben lediglich die Picks 12, 177 und 180 für einen Spieler ab, den viele Scouts als generational safety einordnen. Downs spielte in der Tiefen Defense, im Box-Einsatz und als Slot-Defender auf All-American-Niveau.
Die grösste Nebengeschichte: Vrabel verpasst Draft-Tag 3
Die ungewöhnlichste Geschichte des gesamten Draft-Wochenendes lieferte New England. Patriots Cheftrainer Mike Vrabel verpasste den dritten Draft-Tag, nachdem Fotos von ihm und NFL-Reporterin Dianna Russini an einem Arizona-Resort veröffentlicht worden waren. Vrabel erklärte, er habe sich zur Beratung verpflichtet und wolle das Wochenende mit seiner Familie verbringen. Vrabel hatte die Patriots in seiner ersten Saison als Cheftrainer in den Super Bowl geführt, wo sie 29:13 gegen die Seattle Seahawks verloren. Russini hatte zuvor ihren Job beim Sportmedium The Athletic niedergelegt. Vrabel blieb telefonisch in Kontakt mit dem Draft-Room, wo EVP Eliot Wolf und VP Ryan Cowden die Entscheidungen übernahmen. Es war eine Situation, die in der Geschichte des NFL Drafts beispiellos ist. Sportlich wurden Vrabel-Picks wie Offensive Tackle Caleb Lomu (Pick 28) und Edge Rusher Gabe Jacas (Pick 55) positiv bewertet.
Die New York Jets: Klarster Gewinner des gesamten Drafts
Die New York Jets nutzten drei First-Round-Picks, um ihr Roster zu transformieren: David Bailey an Pick 2 für die Defensive, Tight End Kenyon Sadiq von Oregon an Pick 16 und Wide Receiver Omar Cooper Jr. von Indiana an Pick 30. Den Pick 16 hatten die Jets als Entschädigung für den Sauce-Gardner-Trade mit den Indianapolis Colts erhalten. Drei Picks, drei verschiedene Positionen, drei sofortige NFL Rookie Starter-Kandidaten. CBS Sports bezeichnete die Jets als einen der klarsten Gewinner der ersten Runde: Bailey als echter Disruptor im Pass Rush, Sadiq mit explosivem Athletizismus und Toughness nach dem Catch, Cooper Jr. als präziser Slot Receiver für Garrett Wilson. Nach Jahren der Enttäuschungen sieht Gang Green erstmals wie ein Team aus, das eine klare Strategie verfolgt und umsetzt.
Die Kansas City Chiefs: Nur Defense, keine Offense
Wenn es eine kritische Geschichte über die Draft-Strategie gibt, dann ist es Kansas City. Durch die ersten zwei Tage des Drafts hatte Kansas City alle drei Picks ausschliesslich auf Defensive Spieler verwendet: Cornerback Mansoor Delane an Pick 6, Defensive Tackle Peter Woods an Pick 29 und Edge Rusher R. Mason Thomas an Pick 40. CBS Sports kommentierte trocken, Kansas City habe offenbar vergessen, dass man auch offensive Spieler draften darf. Patrick Mahomes, der vielleicht beste Quarterback der NFL-Geschichte, bekam durch diesen Draft keine einzige neue Waffe auf der Offensivseite. Die Chiefs-Defense wird in der NFL Saison 2026 erstklassig sein. Die Frage ist, ob Patrick Mahomes das trotzdem irgendwie auffängt. Die Antwort lautet meistens: ja.
Die Philadelphia Eagles: Howie Roseman arbeitet erneut Magie
CBS Sports bezeichnete Philadelphia als einen der grossen Gewinner des zweiten Draft-Tages. Die Eagles hatten in der ersten Runde mit Wide Receiver Makai Lemon von USC an Pick 20 einen soliden Pick gemacht und schlossen am zweiten Tag einen Trade mit den Minnesota Vikings ab: Philadelphia erwarb Edge Rusher Jonathan Greenard für Pick 98 und einen Drittrunden-Pick 2027. Greenard ist ein bewährter NFL-Starter, der die bereits starke Eagles-Defense um weitere Premium-Qualität ergänzt. General Manager Howie Roseman machte erneut das, was er am besten kann: mit wenig Einsatz maximalen Wert herausholen.
Die Pittsburgh Steelers: Zuhause, aber ohne Knockout-Pick
Als Gastgeberstadt hätte Pittsburgh gerne mit einem spektakulären Pick geglänzt. In der ersten Runde wählten die Steelers mit Pick 21 Offensive Tackle Max Iheanachor von Arizona State, einen soliden aber wenig aufregenden Pick für eine Offensive Line, die dringend Verstärkung brauchte. Besser wurde es in Runde 2: Die Steelers handelten sich von den Indianapolis Colts Pick 47 und wählten Alabama Wide Receiver Germie Bernard, nachdem sie in der ersten Runde für Receiver Makai Lemon zu spät dran waren. In Runde 3 ergänzte Pittsburgh das Quarterback-Zimmer mit Penn State QB Drew Allar an Pick 76, der mit Mason Rudolph um die Backup-Rolle konkurrieren wird. Für eine Franchise, die in diesem Jahr als Gastgeberstadt im Rampenlicht stand, blieb der Draft solide, aber nicht spektakulär.
Die Falcons und der emotionale Familienmoment
Die Atlanta Falcons sorgten für einen der emotionalsten Momente des zweiten Draft-Tages: Sie wählten Cornerback Avieon Terrell von Clemson, den jüngeren Bruder von Falcons-Starter A.J. Terrell, der bereits seit Jahren für Atlanta spielt. Die beiden Brüder werden in der NFL Saison 2026 gemeinsam in der Falcons-Secondary auflaufen. Es sind diese menschlichen Geschichten, die den NFL Draft über die reine Strategie hinaus zu einem emotionalen Ereignis machen.
Was passiert jetzt? Die NFL Offseason 2026 im Überblick
Mit dem Abschluss des NFL Drafts 2026 tritt die NFL Offseason 2026 in ihre nächste und entscheidendste Phase. Hier ist, was zwischen jetzt und dem Saisonstart für alle 32 Teams passiert.
Rookie Minicamps finden auf einem der beiden Wochenenden unmittelbar nach dem Draft statt: entweder vom 1. bis 4. Mai oder vom 8. bis 11. Mai 2026. In diesen dreitägigen Camps stehen die frisch gedrafteten NFL Rookies 2026 zum ersten Mal in ihren neuen Team-Trikots auf dem Feld. Es ist der erste Moment, in dem Coaches und Scouts die Rookies im echten Team-Kontext beobachten können. Keine Pad-Kontakte, keine Tackling, aber volle Lauf- und Passübungen.
Die OTAs, also die Organized Team Activities, beginnen für die meisten Teams ab Mitte bis Ende Mai. Diese 10 erlaubten Praxistage sind freiwillig für Veteranspieler, aber faktisch wird erwartet, dass alle erscheinen. Kein Live-Kontakt ist erlaubt, aber 7-gegen-7, 9-gegen-7 und 11-gegen-11-Drills sind gestattet. Das Ende der OTA-Phase ist für praktisch alle Teams ein Mandatory Minicamp im Juni. Der Mandatory Minicamp ist der erste Pflichttermin für alle Spieler inklusive der Veteranen. Wer fernbleibt, riskiert Geldstrafen.
Das NFL Training Camp 2026 beginnt Mitte Juli, wobei Rookies sieben Tage vor dem Pflichttermin der Veteranen anreisen müssen. Im Training Camp wird aus einem Roster von über 90 Spielern das finale 53-Mann-Kader ausgewählt. Es ist die intensivste und entscheidendste Phase der Offseason, in der Rookie-Karrieren starten oder enden. Die NFL Preseason 2026 folgt im August mit typischerweise vier Vorsaisonspielen pro Team, bevor die Regular Season der NFL Saison 2026 im September startet.
Die grössten Storylines der NFL Saison 2026 Vorschau
Basierend auf dem abgeschlossenen NFL Draft 2026 und der bisherigen NFL Offseason 2026 zeichnen sich für die NFL Saison 2026 folgende Storylines ab.
Fernando Mendoza und der Raiders-Neuaufbau: Schafft es Mendoza, die Las Vegas Raiders in seiner Rookie-Saison in Playoff-Reichweite zu bringen, oder braucht er ein bis zwei Jahre Entwicklungszeit? Cheftrainer Klint Kubiak hat mit den Vegas-Ressourcen ein Team aufgebaut, das dem NFL Rookie 2026 genug Unterstützung bieten sollte.
Die Titans mit Cam Ward und Carnell Tate: Tennessee hat nach schwachen Jahren ernsthaft in die Zukunft investiert. Ward in seinem zweiten NFL-Jahr mit einem neuen Top-Receiver wie Tate könnte die AFC South bereits in der NFL Saison 2026 aufmischen.
Die New York Giants mit Reese und Mauigoa: Zwei Top-10-Picks in einer Nacht sind selten. Wenn beide sofort Einfluss haben, könnte New York schneller zurück in die Playoff-Relevanz kommen als erwartet.
Die Chiefs-Defense gegen alles: Kansas City hat ausschliesslich Defensive gedraftet. Die Frage ist, ob die beste Offense das ausgleichen kann oder ob die Chiefs-Defense 2026 so dominant wird, dass sie das alleine trägt.
Ohio State in der NFL: Vier Rookies in den ersten elf Picks. Wenn auch nur zwei davon sofort auf Pro-Bowl-Niveau spielen, wird die Uni aus Columbus für die nächsten fünf Jahre als Draft-Fabrik in die Geschichte eingehen.
NFL Trikots der neuen Rookies kaufen
Der NFL Draft 2026 hat die Roster aller 32 Teams verändert. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, das Trikot des neuen Lieblingsspielers zu sichern, bevor die NFL Saison 2026 im September beginnt. Im NFL Shop von The League 37 findest du die komplette Auswahl an NFL Jerseys für viele der 32 Teams. Ob Las Vegas Raiders, Tennessee Titans, New York Jets oder Dallas Cowboys: NFL Trikot kaufen war noch nie so einfach. Dazu wartet eine grosse NFL Cap Auswahl auf dich, sowie NFL Hoodies und NFL Jacken für jeden Geschmack. Wer beim NFL Fanartikel kaufen sparen möchte, findet im Sale reduzierte NFL Merch zu top Preisen. Die NFL Saison 2026 wartet.

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